Dienstag, 28. Februar 2012

Pinion Getriebe - Qual der Wahl oder der ultimative Antrieb

Nach nun mehr als 1000km in unterschiedlichem Terrain kann ich eine Zwischenbilanz ziehen. Die Erfahrung, die ich in den vergangenen Monaten im Alltag sammeln konnte haben sich auf unserer Tour durch Vietnam bestätigt.
Das Fahrverhalten des Silkroad Xplore mit seinem tiefen und zentralen Schwerpunkt ist wirklich aussergewöhnlich gut. Auch wenn sich dies bei einer Beladung mit ca. 20kg Gepäck weniger deutlich bemerkbar macht, so ist doch ein positiver Unterschied zu spüren. Die geringe rotierende Masse ist sicherlich ein weiterer Faktor der sich positiv auf das Fahrverhalten auswirkt.
An dieser Stelle möchte ich dann auch noch einen Satz zum immer wieder diskutierten Thema "Gewicht" loswerden. Verglichen mit dem Kettenschaltungs-Silkroad das Steffi auf dieser Reise fährt bringt das Pinion etwa 2kg mehr auf die Waage. Bei 15-20kg Gepäck sind das zusätzlich 10% Mehrgewicht. In der Ebene, wenn die Masse in Bewegung gesetzt ist, kann man das vermutlich vernachlässigen. Im bergigen vietnamesischen Norden freut man sich über jedes Gramm, das man spart. Aber hier gilt natürlich die persönliche Bewertung dieses Punktes und das Abwägen zwischen allen Punkten.
Ein weiteres für mich persönlich spannendes Thema war die Getriebeübersetzung, genauer die Bandbreite, Abstufung und von uns gewählte Sekundärübersetzung. Aus der guten Erfahrung mit Rohloffrädern haben wir eine Bandbreite bestimmt, die die Erwartung an ein Reiserad gut erfüllen soll. Kann es bei einem Silkroad mit Rohloff je nach Gelände empfehlenswert sein die Übersetzung anzupassen, so hat sich auf dieser Reise gezeigt, dass das vergrösserte Spektrum des Pinion Getriebes dies nicht erforderlich macht. Mit der 30/26 Übersetzung lassen sich auch steile Rampen bezwingen und auf Abfahrten "Tempo" machen.
Darüberhinaus hat das Getriebe seinen Dienst unauffällig verrichtet. Ein leises "Surren" ist im Fahrbetrieb zu vernehmen und die Gänge wechseln präzise. Da ich noch mit einem Vorseriengetriebe unterwegs war, lassen sich detaillierte Aussagen hierzu aber erst zu einem späteren Zeitpunkt machen.
Es gibt noch zu Erwähnen, dass man sich sein Multitool genauer ansehen sollte bevor man auf die Reise geht, denn es gibt einige Torx Schrauben am Getriebe die nicht gängig sind. Auch der Ersatzschaltzug (auch wenn nicht gebraucht) ist ein besonders langer und sollte von zu Hause mitgenommen werden.

Mein persönliches Fazit nach der ersten Reise: der neue Antrieb hat auf der Habenseite einiges zu bieten. Dennoch wird die Qual der Wahl eher grösser als kleiner. Das Xplore ist ein kompromisloses Rad, das nur auf einen Antrieb zugeschnitten ist. Das ist Vor- und Nachteil zugleich. Wer sich darauf einlässt muss dies zu 100% tun, denn eine Alternativlösung gibt es nicht an diesem Rahmen. Für die bekannten Antriebslösungen von Rohloff oder die Kettenschaltung spricht die lange Erfahrung, auf die man zurückgreifen kann. Es sind universellere Rahmenkonstruktionen, die z.T. auch andere Schaltungen zulassen, sollte man wechseln wollen. Wer darauf Wert legt, für den sprechen die traditionellen Lösungen. Zuletzt stellt sich dann auch die Budgetfrage - das Preisleistungsverhältnis stimmt bei allen drei Schaltungstypen.

Sonntag, 26. Februar 2012

Von Hue über den Wolkenpass nach Hoi An

Zentralvietnam bietet neben den historischen Sehenswürdigkeiten wie der alten Kaiserstadt Hue, den Cham-Ruinen und Kriegsdenkmälern, vor allem eine lange, palmengesäumte Küste und ist somit ein ziemliches Kontrastprogramm zum Norden. Bevor wir jedoch in den Genuss des tropischen Klimas kommen sollten, mussten wir noch den Hai-Van-Pass (Wolkenpass) überqueren, der im Winter die Klimagrenze zwischen Norden und Süden bildet. Der Pass hat seinem Namen alle Ehre gemacht und so blieben uns die Ausblicke auf die einsame Küste leider verwehrt.





Bei Sonnenschein und um die 30 Grad sind wir nach 140km in Hoi An angekommen. Die historischen Gebäude der Altstadt sind sehr gut erhalten, und bei einem Spaziergang durch die engen autofreien (!) Straßen fühlt man sich um einige Jahrhunderte zurückversetzt - zumindest bis die ersten Souvenirverkäufer uns entdeckten! Hier läßt es sich gut ein paar Tage aushalten.




Montag, 20. Februar 2012

Von SaPa nach Dien Bien Phu

Den Nordwesten kann man mit folgenden Worten zusammenfassen: einsam, wenig besiedelt, bergig, ländlich & sehr traditionell. Unsere Route führte uns durch schöne und fruchtbare Täler, über schweißtreibende Bergpässe und durch viele traditionelle Bergdörfer der Hmong, die hauptsächlich vom Reisanbau leben. Abseits der Touristenpfade war es manchmal nicht ganz einfach den richtigen Weg zu finden:


Impressionen aus dem Norden:









Nach der Abgeschiedenheit der letzten Tage freuen wir uns nun auf die belebtere Küste und die alte Kaiserstadt.
Leaving the Northwest with Vietnam Airways:

Mittwoch, 15. Februar 2012

Durch den Nordwesten Vietnams

Von Hanoi aus geht es mit dem Sapaly Express Nachtzug nach Lao Cai an der Chinesischen Grenze. "Express Zug" bedeutet in Vietnam Spitzengeschwindigkeiten bis zu 55km/h, so dass wir für die 340km über 8 Std. benötigten. Die Gleise, die noch aus der Kolonialzeit stammen, trugen nicht zu einer erholsamen Nacht bei. Unsere Tour durch den Norden startet mit einem 40km und 1300hm Anstieg in die alte französische Bergstation Sa Pa. Der Weg führt durch eine schöne, grüne und zum Teil bewaldete Berglandschaft. Nur die Reisfelder und die traditionell gekleideten Bergvölker erinnern uns daran in Vietnam zu sein. Ein riesiges Staudammprojekt, das einen ganzen Landstrich unter Wasser begraben wird ist schon gut erkennbar. Wer die Strecke also in 2 Jahren zurücklegt wird eine andere Landschaft vorfinden.
Nach anfänglichem Nebel, reißt der Himmel auf und bei strahlendem Sonnenschein haben wir beste Sicht auf die umliegenden Berge, mit dem Fan Si Pan (3143m), Vietnams höchstem Berg. Im Ort herrscht reges Treiben...

Montag, 13. Februar 2012

Hanoi - Ha Long Bucht

Von Hanoi aus geht es mit dem Bus zum Unesco Weltkulturerbe, der Ha Long Bucht. Den Verkehr auf Hanois Ausfallstrassen kann man als "geordnetes Chaos" bezeichnen, und in Anbetracht der Tatsache, dass neben 100en von Mofas, Bussen und LKWs, am Strassenrand fahrende Baguettstände unterwegs sind, ist es fazinierend, das nicht mehr Unfälle passieren. Wir sind auf jeden Fall froh, uns für den Bus entschieden zu haben. Nach ca. 4 Stunden Fahrt kommen wir in Hai Phong an und besteigen unser Schiff, die Victory Star. Majestätisch und geheimnisvoll erheben sich die über 2000 Inseln aus dem türkisfarbenen Wasser des Golfs von Tonkin. Der Himmel ist bewölkt und der leichte Nebel verleiht der Bucht einen nahezu mystischen Eindruck.

Samstag, 11. Februar 2012

Day 1

Der Abflug hat sich durch die -10°C sowie den leichten Schneefall in Frankfurt etwa eine Stunde verzögert. Die Enteisungsmaschine hat dann aber ganze Arbeit geleistet, was auch mal ein spannender Anblick war.


Wirlich gespannt waren wir dann, wie sich unser "extra light packaging" bewähren würde. Da wir einen Gabelflug haben, schien uns diese Verpackung am einfachsten, um keine langwierige Suche nach Kartons in Ho-Chi-Minh City auf uns nehmen zu müssen. Die Rahmenrohre wurden nur mit Isolationsmaterial abgepolstert.

Nach kurzem (6h) Stopover in Korea, sind wir um 22h in Hanoi gelandet. Die Spannung, wie die Räder aussehen würden war gross, allerdings gab es keinen Grund zur Sorge. Das Ergebnis:



Alles sieht gut aus und grössere Schäden scheinen nicht vorhanden zu sein.

Wir werden jetzt in das hektische Treiben Ha Nois abtauchen und uns dann wieder von der ersten Etappe melden.

Bis später!

Mittwoch, 8. Februar 2012

Von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt

Noch 1 Tag: Die Räder

 Silkroad Xplore
Silkroad

Montag, 6. Februar 2012

Von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-Stadt

Noch 3 Tage: Die Route